3. Okto­ber 2022

OB-Kandidat Claus Peitz – Entwicklung Andernachs zur Klimakommune

Wie stel­len wir den Bedarf an Strom und Wär­me zur Ver­fü­gung?“ – Das ist eine Fra­ge, die uns ange­sichts der welt­wei­ten Ent­wick­lun­gen inten­siv beschäf­ti­gen wird. Die aktu­el­le Kri­se in der Ener­gie­ver­sor­gung muss der letz­te Weck­ruf sein, um die Ener­­gie- und Wär­me­ver­sor­gung kom­plett neu auszurichten.

Dafür bedarf es meh­re­rer, koor­di­nier­ter Mass­nah­men: Wir brau­chen sowohl die Aus­wei­sung von Pho­to­vol­ta­ik als auch die Umset­zung von wei­te­ren Begrü­nungs­kon­zep­ten. Wir wer­den Wege fin­den, um Bal­kon­so­lar­an­la­gen für die pri­va­te Strom­ge­win­nung zu för­dern (z. B. durch die Bür­ger­stif­tung). In Abstim­mung mit den Stadt­wer­ken, den Natur­schutz­ver­bän­den und der regio­na­len Land­wirt­schaft suchen und prü­fen wir Stand­or­te auf Frei­flä­chen (bei­spiels­wei­se unter Strom­tras­sen) für senk­rech­te oder auf­ge­stän­der­te PV-Anla­­gen, eben­so die Nut­zung von Brach­flä­chen. Bei­spiels­wei­se lässt sich durch einen Bio­en­er­gie­park – bestehend aus einem Nut­zungs­mix aus rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­an­la­gen (Bio­mas­se­an­la­gen, einem gro­ßen Pho­to­vol­ta­ik­park und Wind­ener­gie­an­la­gen) – ein gro­ßer Teil des Ener­gie­be­darfs von Ander­nach erzeu­gen. Der Bio­en­er­gie­park ver­steht sich zusätz­lich als Kom­pe­tenz­zen­trum für erneu­er­ba­re Ener­gie und die Ener­gie­wen­de“ beton­te Peitz. Es gel­te nun, die pla­nungs­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen zu schaf­fen mit einer Ände­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans sowie in Fol­ge z.B. mit vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Bebau­ungs­plä­nen. Gera­de für gross­flä­chi­ge Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen müss­ten die Pla­nungs­schrit­te schnellst­mög­lich ein­ge­lei­tet wer­den und gleich­zei­tig die Belan­ge der Land­wirt­schaft drin­gend berück­sich­tigt wer­den. „Die­se ist durch die Errich­tung von Anla­gen zur Strom­erzeu­gung aus rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien in beson­de­rem Maß betrof­fen, daher ist eine sorg­fäl­ti­ge, mit den Land­wir­ten und der Land­wirt­schafts­kam­mer abge­stimm­te Pla­nung drin­gend not­wen­dig“, so Peitz. Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Dächern sol­len, soweit kei­ne pla­ne­ri­schen oder sons­ti­gen Grün­de ent­ge­gen­ste­hen, grund­sätz­lich geneh­migt wer­den. Auch die Belan­ge der Denk­mal­pfle­ge sind durch die Ein­be­zie­hung der Denk­mal­schutz­be­hör­de zu klä­ren, um schnell unbü­ro­kra­ti­sche Lösun­gen für denk­mal­ge­schütz­te Gebäu­de zu ermög­li­chen um auch dort PV-Anla­­gen errich­ten zu kön­nen. Ein wei­te­rer Aspekt sei die Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an der Ener­gie­wen­de in Form einer Genos­sen­schaft: „Durch ihre Inves­ti­ti­on in Ener­gie­pro­jek­te vor Ort wer­den sie Mit­be­sit­zer der Ener­gie­an­la­gen. Ein genos­sen­schaft­li­ches Modell ist auch für Ander­nach und sei­ne Orts­tei­le zu prü­fen“ so Peitz.

OB-Kan­­di­­dat Claus Peitz plä­diert lei­den­schaft­lich für eine Ener­gie­wen­de vor Ort: „Mit dem von den städ­ti­schen Gre­mi­en bereits beschlos­se­nen 6‑Pun­k­­te-Pro­­­gramm ist ein Ein­stieg geschafft, jetzt gilt es die not­wen­di­gen und wei­te­ren Schrit­te gemein­sam mit den städ­ti­schen Gre­mi­en und den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein­zu­lei­ten und umzusetzen.“