15. Juli 2015

Mangos für Kinderrechte — Workshop

Im Rah­men eines Work­shops der CDU-Stadt­­­rats­­frak­­ti­on stell­te Hil­de­gard Ben­der, Fach­kraft für Bil­dungs­ar­beit der Akti­on Eine Welt Ander­nach e. V./FaiRegio, den Ander­nacher Fai­­Re­­gio-Laden, den fai­ren Han­del und als Bei­spiel dafür die Orga­ni­sa­ti­on PREDA auf den Phil­ip­pi­nen vor.

Der iri­sche Pries­ter Shay Cul­len, Men­schen­rechts­preis­trä­ger der Städ­te Wei­mar und Fer­ra­ra und mehr­fach schon für den Frie­dens­no­bel­preis nomi­niert, setzt sich seit 1974 für sexu­ell miss­brauch­te Kin­der auf den Phil­ip­pi­nen ein. So konn­te sei­ne Orga­ni­sa­ti­on PREDA hun­der­te Kin­der aus Bars und Nacht­clubs sowie aus Gefäng­nis­sen befrei­en. Seit dem Jahr 1990 ent­wi­ckel­ten sich die Fair­han­­dels-Akti­­vi­­tä­­ten von PREDA vor allem mit dem Man­go­sor­ti­ment zum Ver­kaufs­schla­ger. Mit der stei­gen­den Nach­fra­ge der bun­des­weit mehr als 900 deut­schen Welt­lä­den und immer neu­en Mango­pro­duk­ten steig der den Bedarf immer wei­ter an. Bau­ern bepflan­zen heu­te Brach­land mit Man­go­bäu­men. Eine öko­lo­gisch sinn­vol­le Ent­wick­lung, denn im Schat­ten der Man­go­bäu­me ent­ste­hen wert­vol­le Öko­sys­te­me. Der größ­te Erfolg ist, dass die wirt­schaft­li­chen und sozia­len Lebens­be­din­gun­gen für tau­sen­de Klein­bau­ern­fa­mi­li­en dau­er­haft ver­bes­sert wur­den. Regel­mä­ßi­ge und erhöh­te Ein­kom­men durch den Man­go­ver­kauf schaff­ten neue Per­spek­ti­ven. Die Flucht in die Städ­te ist für die­se Fami­li­en nicht mehr not­wen­dig, ihre Kin­der wach­sen behü­tet auf. Dies beleuch­te­te Frau Ben­der mit inter­es­san­ten Fil­men über die Arbeit der Man­go­bau­ern und von Preda.

Hans-Georg Han­sen, als Mit­glied der Steue­rungs­grup­pe Fair­tra­­de-Stadt Ander­nach, dank­te Fra Ben­der auch sei­tens der CDU-Stadt­­­rats­­frak­­ti­on für den infor­ma­ti­ven Vor­trag und die vor­bild­li­che Arbeit des Fai­­Re­­gio-Ladens. Davon, dass fai­re Pro­duk­te aus dem Fai­­Re­­gio-Laden auch schme­cken, konn­ten sich die Teil­neh­mer im Rah­men des Work­shops überzeugen.