20. Dezem­ber 2014

Haushalt 2015 — Rede von Gerhard Masberg

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­meis­ter, sehr geehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter, sehr geehr­te Damen und Her­ren Amts­lei­ter und Geschäfts­füh­rer, sehr geehr­te Damen und Herren,
bereits die Ein­brin­gungs­re­de unse­res Ober­bür­ger­meis­ters Hüt­ten hat uns vor Augen geführt: es war eine gro­ße Kraft­an­stren­gung, die­sen Haus­halt, wie er jetzt vor­liegt, auf den Weg zu bringen.
Das haben auch die Bera­tun­gen in den Aus­schüs­sen deut­lich gezeigt. Das wis­sen Sie alle.
Es gibt kei­nen Spiel­raum für gro­ße Sprünge.
Die Haus­halts-Lage for­dert von uns Dis­zi­plin, dass wir die not­wen­di­gen und rich­ti­gen Sprün­ge machen!
Wir müs­sen erken­nen, was wir tun kön­nen – und auch, was wir mit den begrenz­ten Haus­halts­mit­teln nicht tun können! 

Es ist schlicht: the same pro­ce­du­re as every year – also das glei­che Vor­ge­hen wie in jedem Jahr! (so wie wir es aus der für Sil­ves­ter obli­ga­to­ri­schen Sen­dung „Din­ner for one“ ken­nen): Es wird gerech­net, gestri­chen, gewünscht, ver­scho­ben und poli­tisch diskutiert.

Aber lei­der ist es uns in die­sem Jahr wie­der nicht gelun­gen, den ersehn­ten HH Aus­gleich hinzubekommen.
Es feh­len uns 4,5 Mio. €.
Den Kri­ti­kern sei vor­ab gesagt: unse­re Pflicht­auf­ga­ben sind immens und wir haben kei­nen Spiel­raum um leicht­fer­tig Geld auszugeben.
Alle hier im Rat und in der Ver­wal­tung haben mit Sach­ver­stand und Augen­maß den Haus­halts­ent­wurf durchgearbeitet.
So konn­ten die not­wen­di­gen Punkt ein­ge­bracht und Über­flüs­si­ges gestri­chen werden.
Dies haben wir dann in den zustän­di­gen Gre­mi­en poli­tisch dis­ku­tiert und entschieden.
Manch­mal ging es dabei in der Sache sehr hart zu. Aber wir gehen alle fair mit­ein­an­der um. Das zeich­net unse­re Zusam­men­ar­beit aus und dafür möch­te ich allen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen herz­lich danken!
Das Ergeb­nis die­ses schwie­ri­gen Pro­zes­ses ist ein Haus­halt, der das Wich­ti­ge und Mach­ba­re auf­greift und das Über­flüs­si­ge außen vor lässt.
Wir benö­ti­gen für 2015 neue Kas­sen­kre­di­te in der Höhe von 3,5 Mio. €
Dem ste­hen über 2,0 Mio. € Til­gun­gen gegen­über, sodass die Net­to­kre­dit­auf­nah­me sich auf 1,5 Mio. € beläuft.
Eini­ge Maß­nah­men ste­hen für 2015 an:

Tief­bau :
Im Lau­fe des Jah­res wur­de das Stra­ßen­zu­stands­ka­tas­ter zum drit­ten Mal fort­ge­schrie­ben und die dar­aus resul­tie­ren­den Ent­wick­lun­gen der letz­ten 12 Jah­re aufgezeigt.
Durch Erschlie­ßung neu­er Wohn – und Gewer­be­ge­bie­ten ver­grö­ßert sich die Ver­kehrs­flä­che um 14 % auf der­zeit über 1 Mil­li­on m².
In Zeit- und Neu­wert gerech­net ergibt dies eine Sum­me von 76 Mio. Euro zu 124 Mio. Euro.
Der dar­aus errech­ne­te Stra­ßen­zu­stands­in­dex stieg von 52% in 2002 auf 61 % am heu­ti­gen Tag.
Wir haben die Gel­der – ins­ge­samt rund 17. Mio. Euro – sorg­fäl­tig und sinn­voll für den Stra­ßen­bau ein­ge­setzt und damit eine spür­ba­re Ver­bes­se­rung die­ses Stra­ßen­in­de­xes erreicht.
Der Erhalt der Infra­struk­tur, des Stra­ßen­net­zes ist ein fort­lau­fen­der Pro­zess von Abnut­zung Instand­hal­tung, Erneue­rung. Des­halb wird es auch in Zukunft not­wen­dig sein Geld in unse­re Stra­ßen zu investieren.
Das erfolgt ent­we­der durch den wie­der­keh­ren­den Bei­trag oder durch die her­kömm­li­che Abrech­nung – für die Rats­mit­glie­der wird die Klä­rung die­ser Fra­ge eine der poli­ti­schen Her­aus­for­de­rung der nächs­ten Jah­re sein.
Bei­de Vari­an­ten haben sicher­lich Vor- und Nach­tei­le die wir inten­siv prü­fen und dis­ku­tie­ren werden.
Unterm Strich muss die sinn­volls­te Lösung für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unse­rer Stadt und den Orts­tei­len dabei herauskommen.
Die CDU-Frak­­ti­on wird sich ein­ge­hend mit dem The­ma befassen.
Wir ste­hen für eine bür­ger­freund­li­che und bezahl­ba­re Lösung!
Für 2015 sind aber noch wei­te­re Maß­nah­men im Stra­ßen­be­reich durchzuführen:
‑In der Rest­ab­wick­lung der Werft­stra­ße und dem Park­platz am Güter­bahn­hof, müs­sen noch 2,35 Mio. Euro inves­tiert werden.
‑Die Erneue­rung der Ver­kehrs­flä­chen kos­tet 500.000,- €
‑und die vie­len Pro­jek­te im Stra­ßen­aus­bau belau­fen sich auf über 2 Mio. Euro Investitionen.
Hier wird mit den zustän­di­gen Ver­sor­gungs­trä­gern zusam­men gear­bei­tet und es ist des­halb nur logisch, dass die­se Maß­nah­men zusam­men durch­ge­führt werden.
Auf Antrag der CDU wur­de ein Rad­we­ge­plan in den Haus­halt auf­ge­nom­men: Die Rad­we­ge wer­den in der Stadt inte­griert und dabei gleich­zei­tig mit den Orts­tei­len zur Kern­stadt ver­bun­den. In einem geson­der­ten Rad­weg­plan soll­te die­ses doku­men­tiert und bei Bedarf instal­liert wer­den. Ander­nach soll­te auch als Rad­­fah­­rer-freun­d­­li­che Stadt bekannt werden.
Hochbau
In den ver­gan­ge­nen Haus­halts­jah­ren lag der Schwer­punkt städ­ti­scher Hoch­bau­maß­nah­men in Neu­­bau- und Erwei­te­rungs­maß­nah­men von Kindertagesstätten.
Dazu war die Stadt gesetz­lich ver­pflich­tet. Mitt­ler­wei­le ist die­se Pflicht­auf­ga­be aber erfüllt!
Der Ent­wurf der Haus­hal­tes 2015 sieht im städ­ti­schen Hoch­bau fol­gen­de Inves­ti­tio­nen vor:
‑Errich­tung eines neu­en Park­decks für rd. 200 PKW auf dem Schu­ma­cher­ge­län­de mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men in Höhe von 2.600.000,00 €
Die­se sinn­vol­le Errich­tung kom­pen­siert den doch erheb­li­chen Park­druck in der Stadt und lässt uns zur wei­te­ren Bewirt­schaf­tung eine Men­ge Möglichkeiten.

-Für die Erwei­te­rung der Grund­schu­le Hasen­fän­ger stel­len wir im nächs­ten Jahr 2.7 Mio. Euro zur Ver­fü­gung. So kann die Schu­le zur Ganz­tags­schu­le wird wer­den: Ein wei­ter Mei­len­stein in der Ver­bes­se­rung der Schul­struk­tur hier in Andernach.

Eine nicht abseh­ba­re Her­aus­for­de­rung in den nächs­ten Jah­ren wird für uns hier die Unter­brin­gung zuge­wie­se­ner Kriegs­flücht­lin­ge sein.
Im lau­fen­den Jahr haben wir schon über 90 Flücht­lin­ge unter­ge­bracht. In den nächs­ten Jah­ren wer­den es über 100 sein.
Wir, als Kom­mu­ne sind jetzt gefor­dert die rich­ti­gen Schrit­te für die­se Zutei­lung einzuleiten.
Dafür wer­den wir das ehe­ma­li­ge Stadt­wer­ke­gebäu­de Am Stadt­gra­ben 29 erwer­ben und umbau­en, um Wohn­raum für die Flücht­lin­ge zu schaffen.
Auch in den nächs­ten Jah­ren wird Ander­nach sei­ne Türen für Men­schen öff­nen, die vor Krieg und Ver­fol­gung nach Deutsch­land geflo­hen sind. Das wer­den in den nächs­ten Jah­ren mehr Men­schen sein, die bei uns Zuflucht suchen. Es ist unse­re Ver­ant­wor­tung uns die­ser Ver­ant­wor­tung zu stel­len und daher müs­sen wir, ob wir wol­len oder nicht weit­rei­chen­de Über­le­gun­gen anstel­len, wie wir damit umgehen.
Für den Haus­halt 2015/2016 wer­den wir daher 3. Mio. € bereit­stel­len, um den städt. Woh­nun­gen bereitzustellen.

Stadt­wer­ke:
Für die Stadt­wer­ke wird das Jahr 2015 das zwei­te Jahr der neu­en Zeit­rech­nung sein. Getreu dem Stadt­­­wer­­ke-Mot­­to „Ener­gie­wen­de für Ander­nach –wir küm­mern uns“, ist die­ses Mam­­mut-Pro­­­jekt wirk­lich beein­dru­ckend gestartet.
Die Risi­ken, die wir damit ein­ge­gan­gen sind und auch die finan­zi­el­le Belas­tung für unse­re größ­te städ­ti­sche Toch­ter waren und sind uns dabei bewusst.
Beson­ders bemer­kens­wert ist, dass die Her­aus­for­de­rung dabei nicht nur die neu­en Spar­ten der Strom- und Gas­ver­sor­gung sind.
Auch für eini­ge ande­re Berei­che muss­ten die Wei­chen neu gestellt wer­den. Hier­bei lag und liegt ein Auf­ga­ben­schwer­punkt sicher im bis­he­ri­gen Aus­hän­ge­schild unse­rer Stadt­wer­ke – dem Rheinhafen.
Ers­te Zwi­schen­er­geb­nis­se machen uns opti­mis­tisch, dass das finan­zi­el­le Tal der Trä­nen für unse­re Stadt­wer­ke nicht ganz so lang und ganz so trä­nen­reich sein wird.
Zuge­ge­be­ner­ma­ßen waren und sind wir aber auch ver­wöhnt, denn zunächst bedeu­ten die finan­zi­el­len Ein­schnit­te in die­sem Fall ledig­lich für eini­ge Jah­re auf die gewohn­te Gewinn­aus­schüt­tung in den städ­ti­schen Haus­halt ver­zich­ten zu müs­sen. Den vor­über­ge­hen­den Ver­lust wer­den die Stadt­wer­ke aus eige­ner Kraft tragen.
Mit der Zah­lung der Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben für Strom und Gas, mit Grund­steu­er und mit Pro­vi­sio­nen für kom­mu­na­le Bürg­schaf­ten leis­tet unser Toch­ter­un­ter­neh­men auch in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten noch einen nen­nens­wer­ten finan­zi­el­len Bei­trag zum Haus­halt der Stadt, vor­aus­sicht­lich mehr als 1.500.000 € wer­den in 2015 von den Stadt­wer­ken an die Stadt gezahlt.
Dar­über hin­aus wird der Wert unse­rer Stadt­wer­ke aber auch an Ihren Auf­ga­ben deut­lich: der Rhein­ha­fen als einer DER Stand­ort­fak­to­ren für die regio­na­le Wirt­schaft; mit Trinkwasser‑, Strom- und Erd­gas­ver­sor­gung als fes­ter Bestand­teil unse­res Alltags.
Und schließ­lich küm­mern sich unse­re Stadt­wer­ke mit Park­häu­sern, Hal­len­bad und dem Stadt­bus­ver­kehr, wie sie selbst sagen um Hafen, Ener­gie und mehr …
Die Umset­zung die­ser kom­mu­na­len Idee, stellt aus unse­rer Sicht eine idea­le Lösung dar. Mit mög­li­chen Über­schüs­sen aus wirt­schaft­lich pro­fi­ta­blen Berei­chen kön­nen wir wich­ti­ge Auf­ga­ben, wie etwa den Bus­ver­kehr und das Hal­len­bad unter­stüt­zen. Mit unse­ren Stadt­wer­ken gelingt das effi­zi­ent und bleibt dabei fest in kom­mu­na­ler Hand.
Bedan­ken möch­te ich mich per­sön­lich bei den bei­den GF Hör­nig und Deus­ter, sowie den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter für die gute Zusammenarbeit.

Ander­nach Net und Geysir.
Wir hof­fen, dass die Erfolgs­sto­ry Gey­sir auch im sieb­ten wei­ter geht!
Der Gey­sir gehört zu den besu­cher­stärks­ten Ein­rich­tun­gen zwi­schen Köln und Mainz! Sogar noch vor dem Arp- Muse­um, dem Mit­­­tel­rhein-Muse­um und dem Romanikum.
Der Gey­sir ist unser Aushängeschild!
Wenn die Besu­cher­zahl, wie erwar­tet die 118.000, erreicht, ergibt dies, bei einen durch­schnitt­li­chen Ein­tritts­er­lös von 11.08 € einen Umsatz­er­lös von fast 1,3 Mio. €.
Dabei besu­chen Tou­ris­ten (und Ein­hei­mi­sche) nicht nur das Gey­sir­zen­trum, son­dern 870 Fahr­ten zum Name­dy­er Werth schla­gen eben­falls zu Buche.
Aller­dings gene­rie­ren wir nicht nur Ein­nah­men, son­dern auch erheb­li­che Ausgaben.
Im Wirt­schafts­plan von Gey­sir und Ander­nach NET. sind die größ­ten Kos­ten­blö­cke, die Per­so­nal­kos­ten, Schiffs­trans­fer, Unter­hal­tung, War­tung die Aus­stel­lung und letzt­end­lich die Ener­gie­kos­ten dar.
Die Gesamt­auf­wen­dun­gen belau­fen sich auf 1,4 Mio. €
Aus städ­ti­scher Sicht wäre es erfreu­lich, wenn die wei­te­re Wert­schöp­fung, der Besu­cher des Gey­sirs, annä­hernd an die Zah­len der letz­ten Jah­re anknüp­fen könnte. 

Glei­ches gilt für Ander­nach Net. Die Auf­wen­dun­gen und Erträ­ge klaf­fen auch wei­ter­hin weit aus­ein­an­der, da muss man ein­mal grund­sätz­li­che Über­le­gun­gen anstel­len – und viel­leicht sogar die Ein­rich­tung ins­ge­samt überdenken. 

Lei­di­ge Ein­la­gen zum kos­ten­de­cken­den arbei­ten, wer­den wir uns in Zukunft nicht mehr voll­ends leis­ten können. 

Daher muss jetzt poli­tisch ein Zei­chen gesetzt wer­den, um die­ser dro­hen­de Ver­fla­chung des Arbeits­ge­bie­tes entgegenzusteuern. 

Sie machen zwar mit ihren Mit­ar­bei­ter einen guten Job Herr Hel­ler, aber sehen Sie es mir nach, dass ich hier beim Haus­halt auch ein­mal sol­che Über­le­gun­gen anstelle.

Lang­fris­tig gese­hen, muss sich die Kom­mu­ne auch mit die­sen unlieb­sa­men The­men befas­sen, um bei Bedarf gegenzusteuern.

Nach der Kom­mu­nal­wahl wür­de eigens eine Kom­mis­si­on dafür ein­ge­setzt und soll­te sich im neu­en Jahr wei­ter mit die­sem The­ma befassen.

Ander­nach als Ess­ba­re Stadt ist weit über die Stadt­gren­zen hin­aus in aller Mun­de und bekannt.
Anfang des Jah­res konn­te ich mir sel­ber auf der Inter­na­tio­na­len Grü­nen Woche in Ber­lin ein Bild davon machen, für wel­ches Inter­es­se wir bun­des­weit damit sor­gen. Es ist auch ein­fach eine tol­le Idee: jeder kann einen Teil der Stadt ein­fach neh­men und essen: Kohl, Wein­trau­ben, Toma­ten, Gur­ken… und schön sieht es rund um die Stadt­mau­er auch noch aus! Ein Augenschmaus!

Unser Stadt­bild wur­de damit enorm auf­ge­wer­tet und in den Medi­en wird dies sehr breit bewor­ben und kom­mu­ni­ziert. Ganz Deutsch­land gefällt die ess­ba­re Stadt Andernach.

In der Per­ma­kul­tur in Eich wach­sen auch ver­schie­de­ne Gemü­se­sor­ten, Sala­te, Erd­bee­ren und Kar­tof­fel und es ist reich­lich Platz für Viehhaltung.
Bei Ver­än­de­run­gen des Alt bewähr­ten und im Erwei­te­rungs­pro­zes­ses der ess­ba­ren Stadt , bit­ten wir sei­tens der CDU dar­um, das die zustän­di­gen Gre­mi­en früh­zei­tig betei­ligt wer­den, damit anschlie­ßen­de Dis­kus­sio­nen ver­mie­den wer­den können,

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt nach dem 31.12.2014 wird kom­men, denn das ist der Tag an dem das Pro­jekt „Bür­ger­ar­beit“ ein­ge­stellt wird.
Dies ist für uns ein sehr wich­ti­ges The­ma, dass uns in der Stadt und den Orts­tei­len sehr beschäf­ti­gen wird.
Die ess­ba­re Stadt wird wei­ter­ge­hen und wir hof­fen dring­lich dar­auf, dass vom Bund wie­der Pro­gram­me auf­ge­legt wer­den, damit Men­schen in den Arbeits­pro­zess ein­ge­führt wer­den können.

Mei­ne Damen und Her­ren, Sie sehen, in Ander­nach tut sich was und das ist auch oft der Ver­dienst der Politik!
Aber, es gibt noch sehr viel zu tun und dem müs­sen wir uns stellen.

Ander­nach ist eine der reichs­ten Städ­te an Archäo­lo­gi­schen Funden!
Die rie­si­gen Römer­fun­de auf dem ehe­ma­li­gen Weiß­hei­mer Gelän­de zei­gen uns was für ein rei­ches Erbe wir haben und wel­ches Leben und wel­che Akti­vi­tät hier bei uns herrschten! 

Die­ses Erbe müs­sen wir für die Nach­welt zugäng­lich machen und schüt­zen. Eine sol­che musea­le Doku­men­ta­ti­on soll­te orts­nah in geeig­ne­ten Räum­lich­kei­ten gezeigt werden.

Wir wer­den uns für eine bezahl­ba­re und evtl. för­der­ba­re Lösung einsetzen.

Bür­ger­haus­halt
In die­sem Jahr haben wir erst­ma­lig das Instru­ment des Bür­ger­haus­hal­tes ein­ge­setzt. Seit Okto­ber konn­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ihre Ideen und Anre­gun­gen for­mu­lie­ren und einbringen.
Über Zebra­strei­fen, Bür­ger­stei­ge, Rad­fahr­we­ge, Schwimm­bad, Teich am Helm­wartsturm, Wohn­raum und Geschwin­dig­keits­be­schrän­kun­gen ist vie­les an Ideen ein­ge­gan­gen. Toll, dass sich so vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger betei­ligt haben und unse­re Stadt mit gestal­ten will. 

Am Ende stand die Sanie­rung des Frei­ba­des ganz oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te. Wir wer­den uns sicher­lich mit die­ser Abstim­mung aus­ein­an­der­set­zen und Mög­lich­kei­ten eru­ie­ren, um die­sem Anlie­gen gerecht zu wer­den. Die Gesamt­mo­der­ni­sie­rung des Frei­ba­des wird aber eine Grö­ßen­ord­nung von über 2 Mio. € über­schrei­ten und muss von der Stadt zu 100 % getra­gen wer­den. Wir müs­sen aber jetzt erst ein­mal die Betriebs­fä­hig­keit für die nächs­te Zeit sicher stel­len, damit das Schwimm­bad fit ist für die Badesaison.

Wir wol­len auch die Nut­zung der öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel attrak­ti­ver machen.
Ich spre­che z.B. den VRS – Ver­kehrs­ver­bund Rhein – Sieg an, der hier bei uns von den vie­len Pend­lern in den Raum Köln – Bonn gefor­dert wird.

Unse­re Nach­bar­stadt Neu­wied ist schon eini­ge Jah­re Teil die­ses Ver­bunds und hat damit posi­ti­ve Erfah­run­gen gemacht.

Wir kön­nen das aber hier in unse­rer Stadt nicht allei­ne ent­schei­den kön­nen, son­dern müs­sen den Land­kreis May­en – Koblenz über­zeu­gen, dass dies auch ein Stück neue Lebens­qua­li­tät mit sich bringt. Dafür set­zen wir uns ein, dass dies schnellst­mög­lich rea­li­siert wird!

– und da appel­lie­re ich auch an die ande­ren Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen des Kreis­ta­ges den Her­ren Hüt­ten, Ruland, Dres­sel und Frau Heil las­sen sie uns dies gemein­sam für Ander­nach angehen!

Es wird letzt­end­lich die gan­ze Regi­on davon pro­fi­tie­ren, dass auch im Umkehr­schluss Besu­cher aus dem Köln/Bonner Raum in unse­re schö­ne Stadt kommen. 

Ein The­ma war und ist nach wie vor die Micha­els­ka­pel­le, die saniert wer­den muss.
In zahl­rei­chen Dis­kus­sio­nen in den Gre­mi­en wur­de dar­über ein­ge­hend beraten.
Natür­lich kann die Stadt die Kos­ten für das Objekt nicht stemmen.
Hier ist auch der Eigen­tü­mer gefragt, sei­ne Lie­gen­schaf­ten unter die Lupe zu neh­men, um dem dro­hen­den Zer­fall ent­ge­gen­zu­wir­ken. Eigen­tum verpflichtet!

Ger­ne ste­hen wir für Hil­fe­stel­lun­gen und Bera­tung zur Ver­fü­gung. Es gibt schon Ter­mi­ne für einen Run­den Tisch mit allen Betei­lig­ten vor Weihnachten.
Unse­re Stadt und die Orts­tei­le ver­fü­gen über eine gut funk­tio­nie­ren­de Feu­er­wehr, die im Ein­satz­fall ihren Mann bzw. die Frau steht.
Wir, müs­sen alles dar­an set­zen um dies auch Mate­ri­ell und in Gebäu­den wei­ter zu gewährleisten.
Daher ist nur voll zu unter­stüt­zen das Bau­maß­nah­men in Höhe von 156.000 € mit­ge­tra­gen wer­den, damit die Räum­lich­kei­ten in Ander­nach, Kell und Mie­sen­heim umge­setzt wer­den können.

Für Ersatz­be­schaf­fung in Fahr­zeu­ge und Bewegl. Sachen sind noch­mal 196,000 € im Haus­halt verankert.

Und dies, mei­ne sehr geehr­ten Damen und Her­ren ist gut Inves­tier­tes Geld und dar­an darf auch nicht gespart werden.

In die­sem Zusam­men­hang möch­te ich mich bei allen Ret­tungs­diens­ten in und um Ander­nach sehr herz­lich bedan­ken, ihr macht einen her­vor­ra­gen­den und nicht immer ein­fa­chen Job. Macht wei­ter so und ein Ver­spre­chen habt ihr, die Poli­tik wird immer ein offe­nes Ohr für die Ret­tungs­diens­te haben.

Aber mich möch­te auch einen Dank an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in unse­rer Stadt aus­spre­chen, die ehren­amt­lich tätig sind, ohne sie wäre man­ches nicht.

Hel­mut Kohl hat es ein­mal auf den Punkt gebracht: „Ohne die vie­len Frau­en und Män­ner, die in Deutsch­land ein Ehren­amt aus­üben … wäre unser Land um vie­les ärmer und unser Gemein­we­sen so nicht denk­bar.“ Das gilt auch für die vie­len, die ehren­amt­lich poli­ti­sche Ämter aus­üben. Ich den­ke zum Bei­spiel an die die Orts­bei­rä­te in den Orts­tei­len der Stadt Ander­nach. Zusam­men­fas­send möch­te ich mich hier deut­lich dafür aus­spre­chen, dass alle Orts­tei­le glei­cher­ma­ßen mit DSL aus­ge­stat­tet wer­den, damit alle Zugang zu schnel­lem Inter­net haben.In Mie­sen­heim besteht der Wunsch nun end­lich wei­te­re Bau­ge­bie­te zu schaf­fen, um den Druck der Bau­platz­nach­fra­ge gerecht zu wer­den. In einem klei­nen Gebiet, an der Blu­men­stra­ße, wird dies nun wohl rea­li­siert wer­den. Das grö­ße­re geplan­te Gebiet wird sicher­lich nicht so zeit­nah rea­li­siert wer­den. Aber auf der Suche nach schnel­ler Umzu­set­zen­den Gebie­ten, sind wir auf einem guten Weg und wer­den dies auch weiterverfolgen.
In Eich ist es not­wen­dig, end­lich in eine neue Bestuh­lung des Bür­ger­hau­ses zu investieren. 

Zum Schluss mei­ner Aus­füh­run­gen möch­te ich mich bei allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Ver­wal­tung, den Gesell­schaf­ten, des Bau­be­triebs­ho­fes und auch der Per­spek­ti­ve bedan­ken, denn ohne euch wäre das alles über­haupt nicht durchführbar.
Enden möch­te ich unse­re Haus­halts­re­de mit einem Zitat aus Chi­na: “Fürch­te dich nicht vor dem lang­sa­men vor­wärts­ge­hen, fürch­te dich nur vor dem stehenbleiben”.
Wir hier in Ander­nach blei­ben nicht ste­hen, wir gehen wei­ter, wenn auch manch­mal lang­sam aber es geht voran.
Die CDU Frak­ti­on stimmt dem Haus­halt 2015 in allen Ein­zel­punk­ten zu.