20. Dezem­ber 2012

CDU empört über Ganztagsschulen-Stop durch Landesregierung — „Nein“ der rot-grünen Landesregierung

Auf Unver­ständ­nis und Empö­rung ist bei der CDU-Stadt­­­rats­­frak­­ti­on das „Nein“ der rot-grü­­nen Lan­des­re­gie­rung gesto­ßen, die Hasen­fän­ger­schu­le in Ander­nach nicht zur Ganz­tags­schu­le auszubauen.

Erst vor weni­gen Wochen hat­te der Ander­nacher Stadt­rat im Haus­halt 2013 ca.1,8 Mio. Euro bewil­ligt, um recht­zei­tig zum 01.08.2013 die Ganz­tags­schu­le Hasen­fän­ger in Betrieb gehen zu las­sen. Dem vor­aus­ge­gan­gen waren inten­si­ve Pla­nun­gen, aber auch Abstim­mun­gen mit Leh­rern und Eltern der Hasen­fän­ger­schu­le, die gute Anre­gun­gen ein­ge­bracht hatten. 

Wie nun auf einer Web­sei­te des Bil­dungs­mi­nis­te­ri­ums in Mainz zu lesen ist, fehlt die Hasen­fän­ger­schu­le in der Lis­te der zu för­dern­den und neu ein­zu­rich­ten­den Ganz­tags­schu­len. Danach sol­len zwar zwei Grund­schu­len in Koblenz zur Ganz­tags­schu­le wer­den, aber kei­ne aus dem Kreis Mayen-Koblenz.

Die­se Nach­richt ist für uns ein Schlag ins Kon­tor“ erklär­te Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ger­hard Mas­berg. Denn der Umbau und die Erwei­te­rung der Hasen­fän­ger­schu­le war Teil eines grö­ße­ren Kon­zepts, da in der neu­en Ganz­tags­schu­le mit einem erwei­ter­ten Pro­gramm auch Kin­dern aus den Kin­der­hor­ten betreut wer­den soll­ten, damit die Hor­te teil­wei­se zur Klein­kin­der­be­treu­ung genutzt wer­den kön­nen. Mit dem Weg­fall der Ganz­tags­schu­le Hasen­fän­ger stür­ze ein Domi­no­stein, der ande­re Bau­stei­ne umwer­fe. „Am Ende wer­den uns dann Plät­ze zur Betreu­ung feh­len, auf die ab dem 01.08.2013 ein durch Bund und Land ein­ge­führ­ter Rechts­an­spruch bestehe“, so Mas­berg. Das sei paradox.

Die CDU for­de­re die Stadt­ver­wal­tung daher auf, umge­hend bei der Lan­des­re­gie­rung vor­stel­lig zu wer­den, damit die Hasen­fän­ger­schu­le in die Lis­te der zu för­dern­den Schu­len auf­ge­nom­men wer­de. Soll­te es kein Umden­ken in Mainz geben, müs­se mög­lichst bald die Stadt­ver­wal­tung die städ­ti­schen Gre­mi­en zu einer Kri­sen­sit­zung zusam­men­ru­fen, um alter­na­ti­ve Lösun­gen zu erar­bei­ten. „Das Ziel muss es blei­ben, trotz Gegen­wind aus Mainz den Rechts­an­spruch für die Betreu­ung von Klein­kin­dern ab August 2013 zu erfül­len“, so die CDU.