6. Sep­tem­ber 2012

CDU zu Gast im Marienstift — Themen waren Leistungsangebot, Standort und aktuelle Entwicklungen im Pflegebereich

Zunächst stell­ten Cor­ne­lia Kal­ten­born, Geschäfts­füh­re­rin der St. Niko­­laus-Stifts­­hos­­pi­­tal GmbH, Herr May­er (Heim­lei­tung), Frau Schlöf­fel (Pfle­ge­dienst­lei­te­rin) sowie Frau Gra­bow­ski (Heim­ver­wal­tungs­lei­tung) das Haus und sein Leis­tungs­an­ge­bot vor: Die Ein­rich­tung bie­tet in den 4 Wohn­be­rei­chen ins­ge­samt Platz für 132 Bewoh­ner, davon 4 Plät­ze für die Kurz­zeit­pfle­ge. Es wer­den 24 Dop­­pel- und 85 Ein­zel­zim­mer vor­ge­hal­ten. Für an Demenz erkrank­te Men­schen gibt es einen eige­nen Wohnbereich. 

Zusätz­lich wird das so genann­te „Ser­vice­woh­nen“ in 28 Appar­te­ments ange­bo­ten. Das sind Miet­woh­nun­gen, bei denen zusätz­li­che Ser­­vice- oder Pfle­ge­leis­tun­gen je nach Bud­get zuge­bucht wer­den kön­nen. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass bei den Inter­es­sen­ten beim Ein­zug kei­ne Pfle­ge­be­dürf­tig­keit vorliegt. 

Herr May­er stell­te die aktu­el­le per­so­nel­le Situa­ti­on vor und beton­te, dass in den Bereich der Aus- und Fort­bil­dung fort­lau­fend inves­tiert wer­de. „Gut aus­ge­bil­de­te und moti­vier­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sind für die Pfle­ge der Bewoh­ner und den Qua­li­täts­an­spruch des Hau­ses eine ganz wich­ti­ge Vor­aus­set­zung“, so Mayer.
Gleich­zei­tig rich­te­ten alle Vertreter/innen des Hau­ses einen Dank an die zahl­rei­chen ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer, die in För­der­ver­ein, Hel­fer­kreis und in der Hos­piz­ar­beit eine wich­ti­ge und unver­zicht­ba­re Unter­stüt­zung leisten.

In der Bewoh­ner­struk­tur sei mitt­ler­wei­le eine Ver­än­de­rung ein­ge­tre­ten: Hier ist eine deut­li­che Zunah­me der schwerst-pfle­­ge­­be­­dür­f­­ti­­gen zu ver­zeich­nen weil vie­le so lan­ge wie mög­lich zuhau­se blei­ben wol­len und nur, wenn die Pfle­ge dort nicht mehr zu gewähr­leis­ten ist dann voll­sta­tio­när in das Senio­ren­zen­trum kom­men. Dadurch erhö­hen sich natür­lich Auf­wand und Pfle­ge­in­ten­si­tät. Damit ein­her­ge­hend steigt auch das Durch­schnitts­al­ter: zur Zeit sind ca 77 % der Bewoh­ner über 80 Jah­re alt. 

Wie im gesam­ten Gesund­heits­we­sen unter­liegt auch das Mari­en­stift sehr umfang­rei­chen Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten. „Wir müs­sen immer mehr Zeit auf die­se sicher not­wen­di­gen Arbei­ten auf­wen­den, doch die­se Zeit fehlt uns dann an ande­rer Stel­le. Hier wären für die Zukunft prag­ma­ti­sche poli­ti­sche Lösun­gen gefor­dert, damit sich mehr auf die Kern­auf­ga­ben kon­zen­triert wer­den kann“ erklär­ten May­er und Schlöffel.

Ins­ge­samt bie­tet das Haus in zen­tra­ler Lage am Rhein einen hohen Qua­li­täts­stan­dard und ermög­licht den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern –soweit gesund­heit­lich mög­­lich- durch ein abwechs­lungs­rei­ches Frei­­zeit- und Betreu­ungs­pro­gramm eine akti­ve Teil­nah­me am sozia­len und gesell­schaft­li­chen Leben. „Hier wird trotz aller Kos­ten­zwän­ge eine her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le der Men­schen geleis­tet. Im Hin­blick auf die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung ist es auch in Zukunft not­wen­dig, Senio­ren­zen­tren bzw. –Hei­me zu erhal­ten und mit den not­wen­di­gen finan­zi­el­len Mit­teln aus­zu­stat­ten“ beton­ten die Christ­de­mo­kra­ten zum Abschluss des Informationsgesprächs.