4. Juli 2011

CDU fordert: Bürgerbeteiligung bei Hotelneubau — Überplanung und Bebauung des Geländes der früheren Weissheimer-Malzfabrik

Die CDU-Frak­­ti­on im Ander­nacher Stadt­rat hält an den Plä­nen für einen Hotel­neu­bau auf dem ehe­ma­li­gen Weiss­hei­mer­ge­län­de fest, wie CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­der Ger­hard Mas­berg beton­te. In einem Schrei­ben an den Ober­bür­ger­meis­ter for­dert die CDU nun mehr Trans­pa­renz und Bürgerbeteiligung.

Die künf­ti­ge Über­pla­nung und Bebau­ung des Gelän­des der frü­he­ren Weis­s­hei­­mer-Mal­z­­fa­­brik zwi­schen Hoch­stra­ße, Kirch­stra­ße und Kon­­rad-Ade­­n­au­er-Allee ist aus Sicht der CDU von zen­tra­ler Bedeu­tung für die Ent­wick­lung der Alt­stadt, aber auch der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung unse­rer Stadt. Ins­be­son­de­re die Ansied­lung eines Hotel­neu­baus in einem geho­be­nen Seg­ment bie­te die Mög­lich­keit, den Wir­t­­schafts- und Tou­ris­mus­stand­ort Ander­nach auf- und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Zudem kön­ne ein an den Alt­stadt­cha­rak­ter ange­pass­ter Neu­bau ent­lang der Hoch­stra­ße zwi­schen Kirch­stra­ße und Mero­win­ger­platz die gesam­te Hoch­stra­ße auf­wer­ten und Impul­se für den Ein­zel­han­del sowie die Gastro­mie der Innen­stadt mit sich brin­gen. Markt­un­ter­su­chun­gen beleg­ten den Bedarf im Mit­tel­hein­ge­biet an einem Hotel der „4‑Sterne +“-Kate­go­rie.

Die CDU-Stadt­­­rats­­frak­­ti­on begrüßt des­halb, dass dem Ver­neh­men nach ein Inves­tor mit der Stadt­ver­wal­tung kon­kre­te Ver­hand­lun­gen füh­re. In die­sen Ver­hand­lun­gen müs­se ein Weg gefun­den wer­den, wie die in die­sem Gelän­de sicht­bar gewor­de­nen Schät­ze der 2.000 Jah­re alten Ver­gan­gen­heit Ander­nachs in neue Bau­vor­ha­ben sinn­voll inte­griert und nicht zer­stört wer­den kön­ne. Ange­sichts der zum Teil durch­aus impo­san­ten Fun­de spricht sich die CDU dafür aus, die Aus­gra­bun­gen auch bei einer Neu­be­bau­ung des Gelän­des so weit wie mög­lich zu erhal­ten, und in ein neu zu errich­ten­des Hotel zu inte­grie­ren. „Alte Sub­stanz und moder­ne Struk­tu­ren schlie­ßen sich nicht aus, son­dern bil­den eine span­nen­de Sym­bio­se. Das ist eine der größ­ten städ­te­bau­li­chen Her­aus­for­de­run­gen in der Ander­nacher Alt­stadt, und eine gro­ße Chan­ce für die Stadt ins­ge­samt“ beton­te Hans-Georg Han­sen, kul­tur­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU

Die not­wen­di­gen Pla­nungs­schrit­te wol­le die CDU ger­ne posi­tiv beglei­ten. Wün­schens­wert sei aus Sicht der CDU aber eine früh­zei­ti­ge Infor­ma­ti­on der Bür­ger­schaft, ins­be­son­de­re in der Alt­stadt und der Nach­bar­schaft. Sobald der Ver­hand­lungs­stand es erlaubt, regt die CDU des­halb in Zusam­men­ar­beit mit den Stadt­rats­frak­tio­nen eine früh­zei­ti­ge Bür­ger­infor­ma­ti­on über die Neu­an­sied­lung im Weiss­hei­mer­ge­län­de und den Zeit­plan an, um wei­te­ren Spe­ku­la­tio­nen vorzubeugen.