8. Juni 2011

Kulturausschuss macht Weg frei für „offenen Bücherschrank“ am Schlossgarten — Bislang nur positive Erfahrungen

Auf Antrag der CDU befass­te sich der Kul­tur­aus­schuss der Stadt unter Lei­tung von Bür­ger­meis­ter Claus Peitz in sei­ner letz­ten Sit­zung mit dem Pro­jekt eines „offe­nen Bücherschranks“. 

In zahl­rei­chen Städ­ten der Bun­des­re­pu­blik sind sol­che Pro­jek­te schon auf den Weg gebracht. Vor­rei­ter waren Mainz und Bonn. Dabei han­delt es sich um wit­te­rungs­be­stän­di­ge Schrän­ke, oder auch ehe­ma­li­ge Tele­fon­zel­len, in denen Kin­­der- und Erwach­se­nen­bü­cher ste­hen, die sich jeder Pas­sant aus­lei­hen kann. Bestückt wer­den die „Bücher­schrän­ke“ von den Bür­gern selbst, die aus­ge­le­se­ne Bücher ein­stel­len kön­nen. An den Orten, wo sol­che offe­nen Bücher­schrän­ke teil­wei­se schon seit mehr als 10 Jah­ren in Betrieb sind, wur­den bis­lang nur posi­ti­ve Erfah­run­gen gemacht.

Beden­ken, es kön­ne zu Van­da­lis­mus­schä­den kom­men, begeg­ne­te Bür­ger­meis­ter Peitz mit den erfolg­rei­chen Toma­ten­an­pflan­zun­gen im letz­ten Jahr, bei denen es sol­che Schä­den am glei­chen Stand­ort auch nicht gege­ben habe. Hans-Georg Han­sen, kul­tur­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU, reg­te eine Zusam­men­ar­beit mit der Stadt­bü­che­rei und einem ört­li­chen Anti­qua­ri­at an. „Ein offe­ner Bücher­schrank, zunächst ein­mal am Stadt­gra­ben, kann zu einer kul­tu­rel­len Berei­che­rung und Bele­bung füh­ren“; begrün­de­te Han­sen. Nach kon­struk­ti­ver Dis­kus­si­on stimm­te der Kul­tu­rau­schuss grund­sätz­lich der Ein­rich­tung eines offe­nen Bücher­schranks zu, beauf­trag­te die Stadt­ver­wal­tung, aber zunächst die Kos­ten zu ermitteln.