7. Juni 2026

CDU-Fraktion Andernach bringt zwei neue Ideen für das Areal am Runden Turm ein

Die CDU-Frak­­ti­on im Stadt­rat Ander­nach hat zwei neue Vor­schlä­ge zur zukünf­ti­gen Nut­zung des Gelän­des am Run­den Turm sowie des ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ter­hau­ses vor­ge­stellt. Ziel ist es, einen wich­ti­gen Bei­trag zur Revi­ta­li­sie­rung der Alt­stadt zu leis­ten und zugleich den his­to­ri­schen Cha­rak­ter des Are­als zu bewahren.

Die Neu­ge­stal­tung des der­zeit brach­lie­gen­den Gelän­des am Run­den Turm und die Sanie­rung des ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ter­hau­ses sind aus unse­rer Sicht von zen­tra­ler Bedeu­tung für die wei­te­re Ent­wick­lung der Alt­stadt“, so Rapha­el Busen­kell, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der CDU-Frak­­ti­on. Dabei gel­te es, sowohl den Anfor­de­run­gen des Denk­mal­schut­zes gerecht zu wer­den als auch eine nach­hal­ti­ge Nut­zung zu ermög­li­chen, die dau­er­haft Leben und Besu­cher in die Innen­stadt brin­ge. Dazu haben eine Arbeits­grup­pe der Frak­ti­on unter der Lei­tung von Milan Krie­gel Vor­schlä­ge erar­bei­tet, wel­che in die Bera­tun­gen des Pla­nungs­aus­schus­ses sowie in die wei­te­ren poli­ti­schen Ent­schei­dungs­pro­zes­se ein­flie­ßen sollen.

Wohn­park „Turm­gar­ten“

Der ers­te Lösungs­an­satz sieht die Ent­wick­lung eines Wohn­parks in Form einer moder­nen Senio­­ren-Wohn­­ge­­mein­­schaft vor. Geplant sind klei­ne­re Wohn­ein­hei­ten, etwa in Form von Bun­ga­lows oder Woh­nun­gen, ein­ge­bet­tet in eine park­ähn­li­che Anla­ge mit Gemeinschaftsflächen.

Nach Auf­fas­sung der CDU könn­te ein sol­ches Kon­zept den Bedürf­nis­sen vie­ler älte­rer Men­schen ent­spre­chen, die sich im Zuge des demo­gra­fi­schen Wan­dels nach klei­ne­ren, zen­tral gele­ge­nen Wohn­for­men seh­nen. Die Alt­stadt Ander­nachs mit ihrer guten Infra­struk­tur, den Gesund­heits­ein­rich­tun­gen sowie den Grün- und Frei­zeit­an­ge­bo­ten bie­te hier­für idea­le Voraussetzungen.

Das ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter­haus könn­te dabei als Gemein­schafts­haus die­nen und Platz für ein Café, gemein­sa­me Ver­an­stal­tun­gen, Vor­trä­ge oder gene­ra­ti­ons­über­grei­fen­de Begeg­nun­gen bie­ten. Auch eine Außen­gas­tro­no­mie an der Ecke Kirchstraße/Hochstraße sei denkbar.

Der geplan­te Park wür­de den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern Bewe­­gungs- und Erho­lungs­räu­me bie­ten und könn­te durch Hoch­bee­te, Sitz­ge­le­gen­hei­ten und Gemein­schafts­gär­ten ergänzt wer­den. Dar­über hin­aus regt die CDU an, das Quar­tier teil­wei­se auch für jun­ge Fami­li­en, Stu­die­ren­de oder ehren­amt­lich Enga­gier­te zu öff­nen, um ein leben­di­ges und gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Wohn­um­feld zu schaffen.

Minia­tu­ra Ander­nach“ als tou­ris­ti­sche Attraktion

Als zwei­te Opti­on schlägt die CDU-Frak­­ti­on die Ein­rich­tung einer Minia­tur­welt vor. Unter dem Titel „Minia­tu­ra Ander­nach“ könn­te die his­to­ri­sche Stadt im Maß­stab 1:25 dar­ge­stellt wer­den – ver­gleich­bar mit bekann­ten Anla­gen wie Mini­mun­dus in Klagenfurt.

Neben bestehen­den Sehens­wür­dig­kei­ten könn­ten auch längst ver­schwun­de­ne his­to­ri­sche Gebäu­de rekon­stru­iert und erleb­bar gemacht wer­den. Nach Ansicht der CDU lie­ße sich auf ver­gleichs­wei­se klei­ner Flä­che eine attrak­ti­ve tou­ris­ti­sche Ein­rich­tung schaf­fen, die sowohl Ein­hei­mi­sche als auch Besu­cher anspricht.

Die Lage am Run­den Turm sei für ein sol­ches Pro­jekt beson­ders geeig­net. In unmit­tel­ba­rer Nähe zu Stadt­mau­er, Mari­en­dom, Altem Krah­nen und Rhein­pro­me­na­de könn­te ein ein­zig­ar­ti­ger Ort ent­ste­hen, der Geschich­te anschau­lich ver­mit­telt und die tou­ris­ti­sche Attrak­ti­vi­tät Ander­nachs wei­ter stärkt. Das ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter­haus könn­te in die­sem Zusam­men­hang als Café, Sou­ve­nir­shop oder Tou­rist-Infor­­ma­­ti­on genutzt wer­den. Die CDU sieht dar­in die Chan­ce, zusätz­li­che Besu­cher­strö­me in die­sen Teil der Alt­stadt zu len­ken und bestehen­de Ange­bo­te wie Stadt­füh­run­gen sinn­voll zu ergänzen.

Offen für wei­te­re Ideen

Die CDU-Frak­­ti­on betont, dass bei­de Vor­schlä­ge als kon­struk­ti­ve Bei­trä­ge zur lau­fen­den Dis­kus­si­on ver­stan­den wer­den. Man freue sich auf die Bera­tung in den städ­ti­schen Gre­mi­en, die Abwä­gung ver­schie­de­ner Vari­an­ten sowie auf wei­te­re Anre­gun­gen zur Zukunft des Are­als am Run­den Turm.