10. Mai 2026

CDU-Fraktion Andernach regt Prüfung von „Energyfischen“ im Rhein an

Die CDU-Stadt­­rats­frak­­ti­on Ander­nach hat die Stadt­ver­wal­tung gebe­ten zu prü­fen, ob soge­nann­te „Ener­gy­fi­sche“ künf­tig auch in Ander­nach zur nach­hal­ti­gen Strom­erzeu­gung ein­ge­setzt wer­den kön­nen. In einem Schrei­ben an Ober­bür­ger­meis­ter und Ver­wal­tung ver­weist die Frak­ti­on auf aktu­el­le Ent­wick­lun­gen zur Nut­zung der Strö­mungs­en­er­gie des Rheins.

Bereits mehr­fach habe sich der Stadt­rat mit den Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Ener­gie­wen­de beschäf­tigt – zuletzt im Rah­men der Kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung. Dabei sei unter ande­rem auch die Nut­zung des Rheins als Ener­gie­quel­le the­ma­ti­siert worden.

Aktu­el­le Pro­jek­te, etwa im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Sankt Goar, zeig­ten nun zusätz­lich neue Mög­lich­kei­ten der kli­ma­freund­li­chen Strom­erzeu­gung auf. Dort sol­len klei­ne Unter­was­ser­tur­bi­nen – soge­nann­te „Ener­gy­fi­sche“ – die natür­li­che Strö­mung des Rheins nut­zen, um emis­si­ons­frei­en Strom zu erzeu­gen. Ein geplan­ter Ver­bund von 124 Anla­gen könn­te dort jähr­lich rund 2,5 Giga­watt­stun­den Strom lie­fern und damit etwa 500 Haus­hal­te versorgen.

Die­se Tech­no­lo­gie ist span­nend, weil sie grund­last­fä­hig arbei­tet, sich fle­xi­bel an wech­seln­de Was­ser­stän­de anpasst und gleich­zei­tig als sehr umwelt­ver­träg­lich gilt“, führt Hans-Georg Han­sen in dem Antrag aus.

Die CDU-Frak­­ti­on bit­tet die Ver­wal­tung daher gemein­sam mit den Stadt­wer­ken zu prü­fen, ob ein sol­cher Ein­satz auch in Ander­nach mög­lich wäre – bei­spiels­wei­se zur Eigen­strom­ver­sor­gung im Bereich des Hafens oder ande­rer kom­mu­na­ler Einrichtungen.

Für die CDU-Frak­­ti­on steht fest: Die Ener­gie­wen­de müs­se auch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne mit inno­va­ti­ven und prak­ti­ka­blen Lösun­gen vor­an­ge­bracht werden.